Wie Ihnen Lernposter beim Lernen helfen

Insbesondere dann, wenn sehr umfangreiche Wissensgebiete gelernt werden sollen, empfiehlt sich eine möglichst sorgsame und gut strukturierte Vorarbeit, so dass Sie einen besseren Überblick hinsichtlich des Lernstoffs bekommen. Eine nützliche und mit entsprechender Übung leicht umsetzbare Methode besteht in der Erstellung von Lernpostern. Wesentliche Idee solcher Lernposter ist es, komplexe Lehrstoffe in optisch intelligent aufbereiteter Form anzubieten, die entscheidend zu einer Verbesserung Ihrer Lernprozesse beitragen können.

Für eine hilfreiche Erstellung eines Lernposters benötigen Sie folgender Materialien:

Ein großes Stück Papier (je nach Thema) mindestens DIN-A3 (besser noch größer)

Schreibgeräte: Bleistift, Kugelschreiber, Buntstifte, Filzstifte, Textmarker

Technische Hilfsmittel: Lineal, Geodreieck, Schablonen

Die konkrete Vorgehensweise wird hier exemplarisch an einem Lernposter für den Fachbereich EDV (Elektronische-Daten-Verarbeitung) gezeigt:

 

Schritt 1:

Sammeln Sie zunächst das gesamte Lehrmaterial in einem oder mehreren Aktenordnern.

Schritt 2:

Ordnen Sie das Lehrmaterial nach thematischen Untergruppen.

Schritt 3:

Erstellen Sie für die jeweiligen Untergruppen übersichtliche Merkblätter (DIN A4).

Schritt 4:

Beschriften Sie alle Merkblätter mit kurzen und zugleich prägnanten Bezeichnungen.

Schritt 5:

Überlegen Sie sich eine grobe Struktur, mit der Sie die hierarchischen Zusammenhänge abbilden können.

Schritt 6:

Erstellen Sie ein übersichtliches Lernposter nach dem Muster, wie es nachfolgend exemplarisch am Beispiel EDV gezeigt wird.

lernposter-beispiel-edv

Aus Platzgründen muss an dieser Stelle auf eine weitere Differenzierung verzichtet werden, wobei Sie das Prinzip aber sicher schon durchschaut haben. Schon anhand dieses kleinen Beispiels wird klar, dass Sie ein möglichst großes Papierformat (standardmäßig besser im Querformat) benutzen sollten.

Dabei ist es durchaus möglich, mehrere Einzelblätter (z. B. DIN A3) zu einer größeren Gesamteinheit miteinander zu verbinden. Entscheidend ist, dass Sie die Gesamtkonstruktion „mit einem Blick“ erfassen können. Von daher dürfte eine „natürliche“ Grenze in einer Größenordnung von etwa einem Meter Kantenlänge liegen.

Benutzen Sie nach Möglichkeit auch verschiedene Farben (siehe bitte Beispiel) für die unterschiedlichen Hierarchieebenen Ihres Lernposters; das erleichtert Ihnen eine bessere Übersicht.

Übertragen Sie die in den rechteckigen Kästchen eingetragenen Merkbegriffe exakt in der gleichen Schreibweise auf die Einzelmerkblätter, die Sie im Vorfeld zusammengetragen haben.

Beschriften Sie anschließend alle in Ihrem Lernposter eingetragenen Kästchen mit einem klug durchdachten Nummernsystem, wie es z. B. in der folgenden Grafik zu sehen ist, und übernehmen Sie anschließend die exakt gleichen Kennziffern für Ihre Einzelmerkblätter, so dass sich klare und unmissverständliche Verbindungen zwischen Ihrem Lernposter und den zugrundeliegenden Merkblättern ergeben.

lernposter-beispiel-nummeriert

Nachdem Sie auf diese Weise Ihr vollständiges Lernposter entwickelt haben, prägen Sie sich dessen grafische Struktur möglichst exakt ein. Dazu benötigen Sie definitiv kein fotografisches Gedächtnis, und entgegen zuweilen zu lesenden Aussagen, dass Sie angeblich ein fotografisches Gedächtnis durch Training erreichen könnten, sei gesagt, dass dies so nicht stimmt. Dennoch lassen sich – entsprechendes Training vorausgesetzt – Visualisierungen sehr effektiv und hilfreich nutzen, um auch bei komplexeren Themen noch einen guten Überblick zu behalten.

Assoziieren Sie zu jeder Kennziffer das zugehörige Merkwort, und prägen Sie sich diese Informationseinheiten – wie beim Lernen fremdsprachiger Vokabeln – vollständig und sorgsam ein.

Kleiner Hinweis am Rande: Besonders effektiv lassen sich solche Informationseinheiten mit dem sehr nützlichen Karteikartentrainer der Firma SIMPLESOFT Buchholz & Wengst GbR trainieren, den Sie sich zudem kostenlos von folgender Internetseite downloaden könnten: http://www.karteikartentrainer.de/.

Wenn Sie sich nun beispielsweise in einer Prüfungssituation befinden, in deren Rahmen Sie Ihr gespeichertes Wissen abrufen möchten, visualisieren Sie sich bitte einfach Ihr Lernposter, indem Sie sich die Kennziffern nebst zugehöriger Merkbegriffe möglichst bildhaft vorzustellen versuchen.

Sodann werden Sie die erfreuliche Erfahrung machen, dass Ihnen die zugehörigen Lerninhalte, die sich auf den Einzelmerkblättern befinden, „wie von Geisterhand“ in Ihr Bewusstsein drängen werden, so dass Sie – hoffentlich – alle relevanten Fragen sachkundig beantworten können. Lernposter tragen vor allem entscheiden dazu bei auch bei komplexeren Themen einen guten Überblick zu behalten.

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